Darmkrebsvorsorge und Früherkennung

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind die einzige Möglichkeit, Darmkrebs im Frühstadium zu erkennen. In der Regel entsteht Darmkrebs aus Darmpolypen. Viele dieser zunächst gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut entarten im Laufe von 6 bis 10 Jahren zu bösartigen Tumoren. Jahre, in denen der Körper keine Alarmsignale aussendet. Wenn sich der Krebs durch krampfartige Schmerzen, Müdigkeit oder Gewichtsverlust bemerkbar macht, ist er meist schon so weit fortgeschritten, dass Heilung nicht mehr oder nur sehr schwer möglich ist.

Die wichtigsten Vorsorgemethoden sind:

Darmspiegelung
Die effektivste Methode der Früherkennung ist die Darmspiegelung (Koloskopie), weil sie die größtmögliche Sicherheit bietet. Ist der Befund unauffällig, muss die Untersuchung erst nach 7-10 Jahren wiederholt werden.

Stuhltest
Zur jährlichen Darmkrebsvorsorge gehört ab dem 50. Lebensjahr ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Okkultbluttest). Mit seiner Hilfe lassen sich selbst geringe, für das Auge unsichtbare Spuren versteckten (okkulten) Bluts im Stuhl nachweisen. Blutbeimengungen im Stuhl können Hinweise auf Polypen oder Tumoren sein. Den Testbrief erhalten Sie von Ihrem Arzt, Sie können auch einen der neuen immunologischen Okkultbluttests erwerben. Jedes positive Ergebnis verlangt eine Abklärung durch eine Darmspiegelung.

Austastung
Bei der jährlichen Krebsvorsorge tastet der Arzt den Mastdarm ab. Diese Methode ist sehr ungenau, da nur Tumore im unteren Mastdarm erfasst werden und sehr kleine Tumore unentdeckt bleiben.

Was kostet die Vorsorge?
Bei Beschwerden, bei familiärer Veranlagung zu Darmkrebs oder sonstigen besonderen Risiken werden Darmspiegelungen schon bei jüngeren Menschen bezahlt. Grundsätzlich zahlen die Krankenkassen Stuhltest auf verstecktes Blut und die Austastung ab dem 50. Lebensjahr jährlich.
Ab dem 55. Lebensjahr zahlen die Krankenkassen eine Darmspiegelung die bei negativem Befund nach 10 Jahren wiederholt werden kann.
Quelle: Felix Burda Stiftung